Der EBB-AEDE e.V. löst sich zum 31.12.2018 auf

von Claudia Bade

Die Mitgliederversammlung des EBB-AEDE e.V. hat am 17. November 2018 mit großer Mehrheit den Antrag auf Auflösung des Verbandes beschlossen.

Der Mitgliederversammlung, an der viele langjährige Mitglieder des Verbandes teilgenommen haben, ist dieser Beschluss im 62. Jahr des Bestehens des EBB nicht leicht gefallen. Aber es gibt im Wesentlichen drei Gründe, die die Versammlung zu diesem Schritt bewogen haben:

1) Die Zahl der Mitglieder des EBB geht seit ca. 20 Jahren zurück und das Durchschnittsalter der verbliebenen Mitglieder steigt kontinuierlich an. Alle Versuche der verschiedenen Vorstände, dies zu ändern, waren leider nicht erfolgreich. Außerdem haben die Angebote des EBB offensichtlich nicht mehr die Attraktivität wie früher. Das zeigt auch die Tatsache, dass das Ortenburger Lehrerseminar zum zweiten Mal mangels Teilnehmer abgesagt werden musste. Darüber hinaus werden die „klassischen“ Angebote des EBB (Beratung von europäischen Projekten, Unterstützung bei Bewerbungen um europäische Schulprojekte, Kommunikation zur Europäischen Bildung) heute von Bundes- oder Landeseinrichtungen sowie von kommerziell orientierten Neugründungen wahr genommen.

2) Der EBB befindet sich in einer zunehmend knappen finanziellen Lage. Leider gibt es keine Aussicht, dass sich dies in nächster Zeit bessern wird und die Sparmaßnahmen sind ausgereizt, so dass jetzt Einschnitte bei den zentralen verpflichtenden Aufgaben erfolgen müssten.

3) Alle vier Vorstandsmitglieder haben sich nach mehrjährigem bzw. langjährigem Engagement individuell und aus persönlichen Gründen entschieden, nicht wieder zu kandidieren. Da keine anderen Kandidatinnen oder Kandidaten gefunden werden konnten ist dieser Schritt notwendig geworden.

Die Mitgliederversammlung war überzeugt, dass Einsatz und Engagement für eine europäische Bildungsarbeit wichtiger denn je sind. Nicht zuletzt angesichts der anstehenden Europawahlen gelte es laut und vernehmlich Position zu beziehen. Der EBB e.V. sei hierfür aber nicht mehr die geeignete Plattform.

Der Liquidationsvorstand

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